Auf dem Weg zum neuen Stadtquartier
Paderborner Rat startet Abdinghof-Wettbewerb
Freitag, 29. September 2017 | Stadt Paderborn - Mit der europaweiten Veröffentlichung des Auslobungstextes für den Hochbaulichen-Freiraumplanerischen Wettbewerb Abdinghof am heutigen Freitag macht die Stadt Paderborn einen ersten Schritt zur Entwicklung eines neuen Quartiers im Herzen der Stadt. Der Rat hatte am Donnerstagabend in nichtöffentlicher Sitzung grünes Licht gegeben. Nachdem der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt in seiner Sitzung Anfang September bereits den formalen Teil des Auslobungstexts zu den Wettbewerbsbedingungen für gut befunden hatte, stimmte der Rat nun der europaweiten Veröffentlichung des rund 70 Seiten umfassenden Auslobungstextes zu. Auf dieser Grundlage können Architekten und Landschaftsarchitekten bis zum 9. November Entwürfe für das Quartier zwischen Marienplatz, Abdinghof, Rathaus und Franz-Stock-Platz einreichen, in dem die Paderborner Stadtverwaltung untergebracht werden soll.
Im Juni vergangenen Jahres hatte der Rat beschlossen, dass die Unterbringung der Stadtverwaltung neu organisiert und künftig an zwei Hauptstandorten im Stadtgebiet erfolgen soll – den Liegenschaften am Abdinghof/Marienplatz sowie am Hoppenhof.
Im Auslobungstext „Abdinghof Paderborn“ wird besonders auf eine städtebauliche Gesamtbetrachtung Wert gelegt. „Dies machen die zentrale Lage des Wettbewerbsgebiets in der Innenstadt, der geplante Teilneubau der Verwaltung am Marienplatz/am Abdinghof und nicht zuletzt die anvisierte Neuausrichtung des Haupteingangs der Verwaltung hin zu einem modernen Bürgerservice erforderlich“, sagt Bürgermeister Michael Dreier.
Die stadträumlichen Achsen und ihre Blickbeziehungen werden ebenfalls Bestandteile der Wettbewerbsaufgabe sein. Auch der Marienplatz, der Franz-Stock-Platz, der Platz Am Abdinghof sowie die Gutenbergstraße sollen als öffentliche Freiräume mit betrachtet und entsprechend ihrer neuen Funktionen und geänderten Nutzungen neu gedacht und geplant werden. „Gerade in der räumlichen Nähe zu prägnanten historischen Orten und Plätzen liegt eine wesentliche Herausforderung für die städtebauliche Herangehensweise“, macht Technische Beigeordnete Claudia Warnecke deutlich.
Zentrale Aufgaben des Hochbaulich-Freiraumplanerischen Wettbewerbs ist die weitere Attraktivierung der Innenstadt zwischen den Königsplätzen und dem Markt- und Domplatz. Zur Stärkung der Innenstadt sollen besonders nachgefragte Dienstleistungen der Verwaltung und ein zentraler Bürgerservice am Standort Abdinghof/Marienplatz konzentriert werden. Neben verschiedenen dauerhaften Angeboten, wie dem Service durch das Einwohner- und Standesamt oder die Tourist Information, sollen dort zusätzlich multifunktionale Räume für temporäre, wechselnde Nutzungen geschaffen werden. Auch digitale Angebote, wie beispielsweise Informations- und Selbstbedienungsterminals, sollen realisiert werden können.
Um ein gelungenes Ergebnis zu erzielen, ist ein sogenannter zweiphasiger offener Wettbewerb nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW) 2013 geplant. Dieser wird von der Assmann Gruppe aus Dortmund betreut. Die Jurysitzung für die erste Wettbewerbsphase ist für den 21. und 22. Dezember dieses Jahres vorgesehen. Die zweite Wettbewerbsphase wird am 19. April 2018 entschieden.
Ziel des Wettbewerbs und des anschließenden Verhandlungsverfahrens ist die Auswahl eines realisierbaren Entwurfs, der sich auf überzeugende Weise mit den hohen städtebaulichen, freiraumplanerischen, architektonischen und funktionalen Ansprüchen des Ortes, des Freiraums und des Gebäudekomplexes auseinandersetzt. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen darüber hinaus Bestandteil eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes werden, das Voraussetzung für eine Städtebauförderung ist.
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